Strategische Ziele

Die Strategischen Ziele der BSC ergeben sich entweder direkt aus der ausformulierten Strategie oder lassen sich aus den strategischen Stoßrichtungen ableiten.

Dabei finden in der BSC ausschließlich strategische Ziele Verwendung.

Zunächst die Ziele nur in einem kurzen Satz auf Karten niederschreiben, um diese dann besser kommunizieren zu können.

Ziele nicht zu allgemein formulieren, sondern möglichst spezifische Ziele nennen, um die Wahrnehmung und Eindeutigkeit zu erhöhen (z.B. wäre "Kommunikation verbessern" zu allgemein). Dies gilt insbesondere für die Kunden- und die Prozessperspektive: Hier sollten die Ziele möglichst konkret formuliert werden.

Aktionsorientierte Formulierungen (Verben, Substantivierung von Verben) verwenden, um die gewünschte Richtung auszudrücken, in die man gehen will (z.B. aufbauen, ausbauen, stärken, intensivieren, verbessern, weiterentwickeln, Entwicklung , Förderung)

Messbarkeit der Ziele spielt zunächst keine Rolle. Die Teilnehmer sollen sich im ersten Schritt nur auf die Ziele konzentrieren und noch nicht an die Messgrößen denken, denn dies würde die Ideensammlung zu sehr einschränken.

Die Ziele werden innerhalb der BSC den Perspektiven zugeordnet: Jedes Ziel gehört genau zu einer Perspektive. Dazu sollten Sie für jede Perspektive eine eigene Pinwand bereit halten, um die Karten zu sammeln. Ideen für mögliche Messgrößen und Maßnahmen können Sie auf einer separaten Pinnwand festhalten.

Ein Ziel kann durch Unterziele weiter untergliedert und dadurch differenziert betrachtet und gemessen werden:

Gliederung der Strategischen Ziele in Oberziele und untergeordnete Ziele
  • Ist das Ziel strategisch relevant?
  • Zielvorschlag inhaltlich mit Leben füllen
  • Zielvorschlag konkretisieren:
    Was bedeutet das für die Praxis?
  • Dokumentation der Zielinhalte
  • „Flughöhe“: Ist das Ziel innerhalb unseres Wirkungsfeldes? Können wir das überhaupt beeinflussen?
  • Zu abstrakte Ziele geben möglicherweise Hinweise auf Schwächen
  • Zu konkrete Ziele sind Massnahmen oder Sollwerte für Kennzahlen und gehören ggf. in eine untergeordnete Ebene
Beispiele für gut formulierte strategische Ziele:
  • Kundenzufriedenheit erhöhen
  • Hohe Produktqualität sicherstellen und verbessern

Beispiele für schlecht formulierte strategische Ziele:
  • Umsatz um 10% steigern: Das ist kein strategisches Ziel, sondern der Sollwert für die Kennzahl Umsatz. Das zugehörige strategische Ziel könnte z.B. einfach „Wachstum“ lauten.
  • Kommunikation verbessern: Zu allgemein; Besser wäre, hierzu in der Prozessperspektive  entsprechende Prozess-Ziele zu formulieren und konkrete Maßnahmen zu beschreiben, z.B. „Regelmäßige Feedback-Treffen zwischen Service und Produktentwicklung durchführen“

Materialien zum Download:

Arbeitsblatt für Strategische Ziele in der Bsc