Nach der Sammlung der Ziele ist es unbedingt erforderlich, die Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen den Zielen
festzulegen. Daraus ergibt sich die so genannte "Strategielandkarte" (en: Strategy Map):
Ursache-Wirkungsbeziehungen sind essentiell wichtig für eine erfolgreiche Balanced Scorecard, denn sie sind es, die die Strategie auf die wenigen erfolgsentscheidenden Faktoren reduzieren und fokussieren!
Dabei gelten folgende Regeln:
- Grundsätzlich müssen alle strategischen Ziele direkt oder indirekt miteinander verbunden sein. Diejenigen Ziele mit den
meisten ankommenden und abgehenden Pfeilen haben die größte Hebelwirkung auf die Strategie und tragen maßgeblich zur
Strategieumsetzung bei. Sie stellen die Haupttreiber dar.
- Jedes Ziel muss direkt oder indirekt mit Zielen der Finanzperspektive in Verbindung stehen.
- Kosten- / Effizienzziele auf der Prozessebene sollten nicht direkt mit Finanzzielen, sondern zuerst mit Kundenzielen verknüpft
werden! Die internen Prozessziele werden dadurch mit den externen Zielen der Kundenperspektive abgeglichen und in Zusammenhang
gebracht. Geringere Stückkosten können auf diese Weise z.B. marktgerechte Preise ermöglichen, anstatt direkt in der
Finanzperspektive die Rendite zu erhöhen.
- Bleiben am Ende Ziele isoliert stehen, ohne Einfluss auf oder von anderen Zielen, bedeutet dies, dass von ihnen kein Effekt auf die
Erfüllung der Vision und der Strategie ausgeht. Diese Ziele sind nochmals kritisch zu hinterfragen. Ggf. benötigt man noch
weitere unterstützende Ziele oder das Ziel ist aus der BSC zu streichen!